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Schnarchen

Schnarchen ist ein sehr verbreitetes Problem. Mit zunehmendem Alter ist fast jeder zweite Erwachsene davon betroffen. Viele denken, Männer schnarchen grundsätzlich häufiger als Frauen. Doch nach den Wechseljahren gleicht sich die Häufigkeit an, das heißt, dann sind Frauen und Männer gleich häufig betroffen. Grund hierfür ist die Veränderung des Hormonspiegels. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen sorgt für ein straffes Gewebe – auch im Rachen. Auch Veränderungen des Progesteronspiegels spielen eine Rolle. Vielen – gerade Frauen - ist das Schnarchen peinlich. Das sollte es nicht sein!

Die Ursache des Schnarchens ist die, im Schlaf erschlaffende, Rachenmuskulatur. Die schlaffe Muskulatur vibriert, Gaumensegel und Rachenzäpfchen flattern dann bei jedem Atemzug, was die störenden Schnarchgeräusche erzeugt.

Dieses ist vor allem für die Partnerinnen/ Partner laut und lästig, aber nicht krankhaft, so lange es sich nur um das reine „gutartige“ Schnarchen handelt.

Allerdings kann der Schlaf der Bettpartnerin/des Bettpartners doch erheblich gestört werden, was auch die Partnerschaft belasten kann.

Was kann man gegen das Schnarchen tun?

Leider ist gegen das Schnarchen „kein Kraut gewachsen“.

Immer wieder werden neue Ideen auf den Markt gebracht vom „Schnarchspray“ über das „ Schnarchkissen“ bis zum „Schnarcharmband“ wird viel angeboten – in der Regel völlig ohne Wirksamkeit.

In vielen (aber lange nicht allen Fällen) liegt das Schnarchen am Übergewicht. Das vermehrte Fettgewebe im Rachen kann die Erschlaffung des Stützgewebes im Rachen begünstigen, daher geht eine Gewichtsreduktion häufig mit einer Verbesserung des Schnarchens einher.

Da durch Alkohol (und auch bestimmte Medikamente, z.B. Beruhigungsmittel) das Stützgewebe der oberen Atemwege noch mehr erschlaffen kann, sollte Alkoholkonsum (besonders in größeren Mengen) am Abend möglichst vermieden werden, vor allem in den letzten Stunden vor dem Zubettgehen.

In der Rückenlage ist das Schnarchen häufiger verstärkt. Das liegt meist daran, dass sich der hintere Teil der Zunge, der Zungengrund, nach hinten schiebt. Daher kann es helfen, die Rückenlage zu vermeiden. Hierfür kann z.B. ein Lagerungsrucksack getragen werden. Wenn dieser einige Monate konsequent getragen wird, kann man sich die Rückenlage abgewöhnen.

Bei besonders hohem Leidensdruck kann eine „Schnarchschiene“ (Unterkieferprotrusionsschiene), die in der Regel zahnärztlich angepasst wird, das Schnarchen lindern. Diese Schienen arbeiten durch ein Vorziehen des Unterkiefers und weiten damit den Rachenbereich.

Da das „gutartige“ Schnarchen (ohne Atempausen) aber zu keiner gesundheitlichen Belastung führt, werden die Kosten der Schiene nicht von der Krankenkasse übernommen.

Bei besonders heftigem und störendem Schnarchen können, in seltenen Fällen, operative Eingriffe erfolgen. Diese bringen jedoch meist keine dauerhafte Besserung und man sollte sich gut überlegen, ob man das Risiko einer Operation eingehen möchte; zur Behandlung eines eigentlich „kosmetischen“ Problems. Bei Bedarf wird Sie Ihr/e Hals-Nasen-Ohrenarzt/ärztin hier sicher gerne beraten.

Vielleicht ist die einfachste Maßnahme auch eine Entzerrung der Schlafsituation durch getrennte Schlafzimmer, um nicht den Schlaf der Bettpartnerin/des Bettpartners in zu stören, was ja in der Regel das Hauptproblem darstellt. Wichtig ist, dass jeder in der Partnerschaft erholsam schlafen kann.

Das reine Schnarchen ohne Atempausen (sogenanntes primäres Schnarchen) stellt kein gesundheitliches Risiko dar und muss auch nicht immer abgeklärt werden.

Anders sieht es aus, wenn neben dem Schnarchen auch Tagesmüdigkeit oder andere Beschwerden vorliegen. Vor allem, wenn zusätzlich noch Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck oder Herzerkrankungen oder auch ein Diabetes bekannt sind.

Dann sollte überprüft werden, ob eine Schlafapnoe vorliegt. Hierzu erfolgt als erstes eine sogenannte Screeninguntersuchung (Polygraphie). Diese wird in der Regel durch Hals-Nasen-Ohren-Ärztinnen und Ärzte, Kardiolog/innen oder Lungenfachärztinnen/ärzte durchgeführt. Bei einem auffälligem Ergebnis wird Ihnen dann in der Regel die Vorstellung im Schlaflabor empfohlen.

Schlaflabor Durlach, Praxis für Innere Medizin, Schlafmedizin und hausärztliche Versorgung

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