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Ein – und Durchschlafstörung

Insomnie

Die meisten Ein- und Durchschlafstörungen haben keine organische Ursache (sogenannte „primäre Insomnie“).

Ca. 6% der Bevölkerung sind betroffen, Frauen häufiger als Männer, Schlafstörungen nehmen mit dem Alter zu.

Auslöser sind meist chronischer Stress und Belastungssituationen. Auf der körperlichen, geistigen und emotionalen Ebene besteht ein erhöhtes Anspannungsniveau.  (z.B. aktuell durch die Corona-Krise, die Mehrbelastung durch Homeoffice und Kinderbetreuung oder unsichere Arbeitsverhältnisse)

Schlafverhindernde Gedanken und Fehlverhalten (zum Beispiel zu lange im Bett liegen bleiben) sind die Folge, was zu einer Chronifizierung der Beschwerden führen kann („Teufelskreis der Schlaflosigkeit“).

Häufig bestehen Ängste vor der Schlaflosigkeit, eine fehlende Fähigkeit abzuschalten und zu entspannen, nächtliche Grübelei und mangelnde Schlafhygiene wie unregelmäßige und zu lange Bettzeiten.

Müdigkeit, Erschöpfung, emotionale Verstimmung sowie mangelnde Konzentration am nächsten Tag sind die Folge.

Bei länger vorhandener Schlaflosigkeit ist das Risiko für die Entwicklung einer Depression erhöht.

Jeder hat mal Schlafprobleme, sodass nicht immer eine Abklärung nötig ist. Manchmal stabilisiert sich der Schlaf nach einiger Zeit von selbst wieder. Wenn die Probleme allerdings länger als 3 Monate vorhanden sind oder zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Tagesbefindens führen, sollte eine medizinische Abklärung erfolgen.

Es gibt auch krankhafte Ursachen für die Schlafprobleme.

Organische oder psychische Ursachen können die Schlaflosigkeit verursachen (sogenannte „sekundäre Insomnie“).  Zu den organischen Ursachen gehören z.B. schlafbezogene Atemstörungen (Schlafapnoe) oder Bewegungsstörungen, internistische Erkrankungen wie z.B. Herz- und Lungenerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen oder andere Hormonerkrankungen sowie Suchtmittel- und Alkoholabusus.

Die häufigste psychische Ursache von Schlafproblemen ist die Depression (Schlafprobleme oft als erstes Symptom), aber auch Angst-/Panikerkrankungen oder andere psychische Erkrankungen können zu Schlafstörungen führen.

Nach einer allgemeinen Abklärung bei der Hausärztin/dem Hausarzt wird dann – je nach Dauer und Stärke der Beschwerden - eine weitere Abklärung im Schlaflabor erfolgen.

Typischerweise zeigt die polysomnographische Untersuchung im Schlaflabor dann eine verlängerte Einschlafzeit, eine erhöhte Anzahl und Dauer nächtlicher Weckreaktionen und der Tiefschlaf und Traumschlaf sind meist reduziert. Wenn es organische Ursachen gibt, vor allem Atem- oder Bewegungsstörungen im Schlaf, können diese durch die Nachtmessung meist gefunden werden.

Bei Bedarf kann dann im Schlaflabor auch eine Behandlung eingeleitet werden.

Auch bei organischen Ursachen der Schlafprobleme liegen  meist noch andere Faktoren vor (oft eine schlechte Schlafhygiene), die den „Kreislauf der Schlaflosigkeit“ aufrechterhalten. Das heißt, eine Behandlung der organischen Ursachen reicht meistens nicht aus.

In aller Regel werden wir Sie bitten, ein Schlaftagebuch (verlinkt wie jetzt auch schon ) auszufüllen, sodass wir uns ein genaues Bild über Ihre häuslichen Schlafgewohnheiten machen können und Sie bezüglich der Schlafhygiene besser beraten können. 

An allgemeinen Therapiemöglichkeiten bei primärer Insomnie (oder auch begleitend bei sekundärer Insomnie) besteht eine Schlafedukation (Schlafen und Entspannen lernen z.B. durch Yoga, Meditation, progressive Muskelentspannung) . Bei länger andauernden Problemen ist eine kognitive Verhaltenstherapie sinnvoll.

Eine medikamentöse Behandlung mit Schlafmitteln z.B. Z-Medikamente wie Zopiclon und Zolpidem sollten nur über einen kurzen Zeitraum von maximal 2 Wochen eingenommen werden. Sekundäre Schlafmittel wie Antidepressiva können häufig länger verordnet werden. Melatonin, Antihistaminika, niedrig potente Neuroleptika und Phytopharmaka, z.B. Baldrian, können vorübergehend in Betracht gezogen werden.

Schlafen kann man nicht wollen. Wenn wir auf der körperlichen, geistigen und emotionalen Ebene entspannt sind und loslassen können, kommt der Schlaf von alleine. Und das kann man auch wieder lernen!

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Schlaflabor Durlach, Praxis für Innere Medizin, Schlafmedizin und hausärztliche Versorgung

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